Nach einer Dienstreise zu unserer Tochterfirma in Alhama de Aragon verlängerte ich noch meinen Aufenthalt in Spanien für 2 Tage in Madrid. Die drittgrößte Stadt Europas (über 3 Mio Einwohner) überraschte mich durch ihre Größe und die schönen alten, guterhaltenen Gebäude (siehe Foto).

Metro, das Verkehrsmittel in Madrid

Madrid hat neben einem dichten Netz öffentlicher Verkehrsmittel, selbstverständlich auch Uber und einige, teilweise elektrische, Car-Sharing-Angebote. Aufgrund mangelnder Ortskenntnis und voller Straßen bevorzugte ich meist die Metro. Vom Flughafen zu meinem AirBnB musste ich jedoch einen Bus benutzen. Die erste Hürde ist hier, Bargeld nicht größer als 5 Euro in der Tasche zu haben. Netterweise wechselte mir der Busfahrer von seinem privaten Portemonnaie auch meinen 10-Euro-Schein.

Die aufladbaren Karten, die in allen Bussen und Metros gelten, erhält man nämlich nur an Automaten, die sich an U-Bahn-Stationen befinden. Diese Karten mit 10 Jahren Gültigkeit können mit Einzelfahrten oder Tagestickets für Touristen aufgeladen und dann auch bargeldlos mit Kreditkarten am Automaten bezahlt werden. Mit der roten Karte (siehe Foto) ist dann ein Durchgang an allen U-Bahn-Eingängen möglich, beim Verlassen der U-Bahn-Stationen ist keine Karte erforderlich.

Natürlich gibt es auch diverse E-Tretroller und E-Scooter in der Stadt: Voi, Jump, Circ, Lime, Coup, etc. Ich wohnte in einem Außenbezirk, Barajas, dort waren leider keine zu finden.
Beim Parken ist Vorsicht geboten, in der Nähe größerer Straßen und an den Haupttouristenattraktionen, wie der Palacio Real, dürfen diese nicht abgestellt werden. Lime beispielsweise blockierte hier sogar die Fahrt. Andere Regeln habe ich nicht gefunden, die E-Tretroller wurden sowohl auf der Straße als auch auf dem Bürgersteig gefahren.

Fahrradwege sind in der Madrider Innenstadt eher selten zu finden. In einigen älteren Stadtteilen sind die Straßen smaller, hier fahren dann spezielle, kleinere Elektrobusse. Einen positiven Nebenfeffekt bewirken dort kleine Poller am Straßenrand, die das Parken der Autos vermindern (siehe Foto). So werden diese Straßen für PKWs zunehmend unattraktiv und weniger befahren.

Streetart in Lavapies

Bei einer Stadtführung mit einem Einwohner Madrids lernte ich die älteren und schönen Stadtviertel Latina und Lavapies besser kennen. Alfonso (Experience über AirBnB) zeigte mir schöne Innenhöfe (Corallas), typische Straßen des Viertels und unzählige Streetarts (siehe Foto).

In Lavapies befindet sich auch die sehenswerte Tabacalera, eine Gallerie in einer ehemaligen Tabakfabrik. Die Straße neben der Tabakfabrik hat eine lange Mauer mit temporär wechselnden Streetarts verschiedener Künstler (siehe Foto). Der Besuch der Galerie und der Straße lohnt sich auf jeden Fall.

Calle de Miguel Servet

Tapas y Cerveza

Natürlich gehört zu Madrid ein Besuch der zahlreichen Markthallen, von denen einige leider ihren alten Charme verloren haben. In einigen werden noch Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch sowie Haushaltswaren verkauft. Andere sind mittlerweile reine Foodhallen, die unterschiedlichste Speisen und Getränke, teilweise sogar mit DJs abends, anbieten.

Schöner fand ich dann einige Tapas-Bars, wo ich zu einem Bier, Wein oder Vermouth verschiedene neue Tapas entdecken konnte. In der einen oder anderen Bar habe ich dann auch Biere von kleineren, lokalen Brauereien gefunden. Eine kleine Liste mit meinen Tipps findest du auf Foursquare.

mojama de atún con almendras

Mein Fazit:

Madrid ist auf jeden Fall eine Reise wert. Mir haben die alten Viertel deutlich besser gefallen als die bekannten Touristenmagnete (wie der Königspalast). Am besten entdeckt man die älteren Viertel zu Fuß, um dann verschiedene Streetarts sowie nette Bars zu entdecken.

Kurztrip nach Madrid
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