Da ich vor kurzem mein Auto verkauft habe, war ich auf der Suche nach einem Car-Sharing-Anbieter in Dortmund. In die engere Wahl kamen Willmobil (Artikel folgt) und innogy-eCarSharing. Letzterer klingt aufgrund der Elektroautos etwas mehr sexy. Die bekannteren Anbieter (Flinkster und Greenwheels) habe ich aufgrund von höheren Kosten nicht weiter verfolgt. Im Folgenden beschreibe ich meine Erfahrungen von der Anmeldung bis zur ersten Nutzung.

analoge Anmeldung mit Papier

Die Webseite ist seltsam, von Bammental bis Xanten sind viele Städte Standorte des Innogy-Netzwerkes – Dortmund wird allerdings nicht erwähnt (siehe Screenshot).

Nur nach einigen Suchen findet man eine Adresse im Heiligen Weg und eine Dortmunder Telefonnummer. Dort musste ich dann auch persönlich mit dem ausgefüllten, analogen Vertragsunterlagen hin. Bei anderen Anbietern geht dies mittlerweile komplett digital und mobil. Positiv erwähnt ging es dort schnell und ich habe direkt meine Kundennummer und Kundenkarte (siehe Foto) erhalten.

Buchung

Zur Buchung verwendet man besser die Desktop-Version, die mobile Seite ist noch nicht auf kleine Displays optimiert, und logt sich mit der Kundennummer und seinem Passwort ein. Wie bereits gesagt, darf man sich nicht an der fehlenden Stadt Dortmund orientieren, sondern gibt einfach seine Startadresse in das Feld ein und legt los. Zur Auswahl stehen aktuell 3 Fahrzeuge: ein Nissan Leaf in der Beurhausstraße, ein BMW i3 am Freistuhl und ein Nissan eNV200 Kasten am Union-Gewerbehof und neuerdings ein MCC E-Smart bei Neovaude am Königswall. Es handelt sich – wie in Dortmund aktuell leider eingeschränkt üblich – um stationsgebundene Fahrzeuge.

Öffnen und Starten

Es gibt keine App zur Bedienung, d.h. auch hier ist das Vorgehen etwas analoger als bei anderen Anbietern. Die Kundenkarte hält man vor das Lesegerät hinter der Windschutzscheibe und die Tür wird entriegelt. Im Handschuhfach befindet sich dann der normale Autoschlüssel zum Starten des Autos. Vorher muss natürlich noch das Ladekabel, in meinem Fall vom i3, entfernt werden (siehe Foto).

Fahrt und Kosten

Die Fahrt klappt problemlos und die Kosten sind mit 0,45 Euro/km überschaubar. Es gibt keine Grundgebühr, so dass sehr fair auch bei seltener Nutzung nur die tatsächlichen Fahrtkosten anfallen.

Fazit

Die Buchung und das Öffnen des Autos sind etwas in die Jahre gekommen. Dies empfinde ich aufgrund meiner seltenen Nutzung nicht ganz so tragisch. Dafür erachte ich die faire Preisgestaltung mit reinen Kilometergebühren und ohne Grundgebühr als sehr positiv, so dass dies mein aktuell bevorzugter Anbieter in Dortmund ist.

eCarSharing analog
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